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Basic is good for you

Begriffsklärung

Unter Basic sind die grundlegenden Elemente unserer Kunst zu verstehen. Dazu gehören Kihon Happou, Gogyo no Kata, Taihenjutsu und einige Bereiche aus dem Tenchijin Ryaku no Maki. Im Allgemeinen sind es die Inhalte, die notwendig sind um sich mit weiterführenden Themen zu beschäftigen. Das genaue Wissen über die Bewegungsabläufe stellt die eine wesentliche Säule dar, das präzise und erfolgreiche Ausführen der Bewegungen die zweite.

Problematik

Es fällt auf, dass Bewegungsfähigkeit und Wissen oft zu wünschen übrig lassen und man zu schnell versucht, die große Freiheit des Bujinkan-Systems zu nutzen, ohne sich vorher über bestehende Grenzen im Klaren zu sein. Diese Freiheit stellt gleichermaßen eine große Chance und eine große Gefahr dar.

Unterrichtet man, und das geschieht manchmal zu früh, dann gibt man die eigenen Fehler an seine Schüler weiter.

Schlimm ist nur, wenn mangelnde Fähigkeit oder Wissen mit dem Hinweise auf die Freiheit des Bujinkan-Systems gerechtfertigt werden. Damit gibt man auch noch die falsche Einstellung an seine Schüler weiter und die Aussage „wenn es nicht klappt, dann macht man halt ’ne Henka“, fällt in diesem Zusammenhang oft. Diese Aussage ist falsch. Wenn es nicht klappt, heißt die Devise: Shut up and train bzw. back to basic!

Letztendlich schadet man nur sich selbst. Das Erkennen von Lücken kann zu weiterem Lernen oder zum Senken des Anspruches führen.
Der Trainingsaufbau im Bujinkan Dojo Reutlingen trägt diesem Sachverhalt Rechnung.

Trainingsaufbau im Bujinkan Dojo Reutlingen

Das Training richtet sich an den drei Etappen bzw. Stufen (Shu-Ha-Ri) aus, welche man in fast allen japanischen Kampfkünsten findet. In Kurzform lassen sie sich folgendermaßen beschreiben: „Lern die Technik, variier die Technik, lös Dich von der Technik“.

1. „Lern die Technik“ oder Grundlagen

Tiefe und weite Bewegungen, langsames und präzises Üben sowie das Vorhandensein von genauen Vorgaben geben die Handlungssicherheit, die man in der ersten Zeit braucht. Auf solide Grundlagen kann man bauen.

2. „Variier die Technik“ oder Henka

Die in den Bewegungen vorhandenen Prinzipien sollen ergründet werden und auf andere Situationen angewendet werden. Randori und das Sichausprobieren gehören ebenfalls hierzu.

3. „Lös Dich von der Technik“ oder freie Formen und Feeling

Die Stufen zuvor sind ein Mittel zum Zweck in dem man sich nicht verlieren sollte, welche man aber gleichzeitig beherrschen muss. Es gilt sich von den Techniken zu lösen und sie transparent zu machen, so dass man durch sie hindurch sieht und zur Essenz findet.